ThinkPad x200

Geschrieben von: Michael am 29.11.2008

Ich möchte kurz erläutern, warum ich das x200 dem MacBook vorziehe, welche Hardware es beinhaltet und wie man sie unter Linux zum Laufen bringt.

Warum kein MacBook mehr

Wie in meinem Artikel „MacBook: erste Erfahrungen” beschrieben war ich anfangs sehr angetan von dem Gerät. Mittlerweile, also nach ca. zweieinhalb Jahren ist die Begeisterung allerdings verflogen. Hier ist eine Liste an Dingen, die mich an dem Gerät (insbesondere an meinem Modell, manche Punkte kann man nicht verallgemeinern) stören:

Das x200 im Vergleich

Nun kurz zu den Vorteilen des x200 im Gegensatz zum MacBook:

Einen einzigen Punkt muss man dem MacBook aber lassen: Der MagSafe-Anschluss (Magnetischer Stromanschluss, in den meisten Fällen passiert beim Stolpern über’s Kabel nichts) ist genial. Und von Apple patentiert. Danke auch, Apple :-(.

Und auch einen Nachteil kann ich bereits jetzt am x200 nennen: Man kann es nur mit Windows Vista kaufen, schöner wäre es ohne Microsoft-Steuer gewesen. Einmal durfte es sogar booten, bevor es dem Debian Installer zum Opfer fiel ;-).

Die Hardware im x200

Der Vollständigkeit halber hier noch die anderen Geräte:

Wenn du möchtest kannst du dir auch die detailliertere Ausgabe von lspci -v ansehen.

Suspend-to-RAM

Suspend-to-RAM funktioniert problemlos, sobald man dem Kernel den Parameter acpi_sleep=s3_bios übergibt. Ansonsten bleibt der Bildschirm einfach schwarz, der Rechner an sich ist aber da.

tp_smapi

tp_smapi ist ein Modul, mit dem man das Akku-Management steuern kann, also ab wann geladen werden soll, wie voll er laden soll, etc…

Leider ist in der DSDT-table im BIOS der Port, den tp_smapi braucht, so konfiguriert, dass er nicht benutzt werden darf. Wenn man die DSDT-table allerdings manuell ändert, funktioniert es einwandfrei.

Dazu kopiert man sich die aktuelle DSDT-table, dekompiliert sie, passt sie an, kompiliert sie wieder:

sudo cp /proc/acpi/dsdt DSDT
sudo chown michael DSDT
iasl -d DSDT
vi DSDT.dsl
# Hier nun nach 0x1600 suchen und die beiden Bereiche 
# via // am Anfang vor jeder Zeile auskommentieren
iasl -tc DSDT

Anschließend ändert man in der Kernel-Konfiguration folgende Einstellungen:

CONFIG_STANDALONE=n
CONFIG_ACPI_CUSTOM_DSDT=y
CONFIG_ACPI_CUSTOM_DSDT_FILE="/home/michael/dsdt/DSDT.hex"

Wenn alles glatt geht sieht man im dmesg nach dem nächsten Boot die Meldung „ACPI: Table DSDT replaced by host OS” und kann tp_smapi problemlos benutzen.

RAM

Von den eingebauten 3 GB sind 2966 MB tatsächlich nutzbar:

             total       used       free     shared    buffers     cached
Mem:          2966        327       2638          0         15        170
-/+ buffers/cache:        142       2824
Swap:         8907          0       8907

Kernel-Konfiguration

Falls du dir das Zusammenstellen einer Kernelkonfiguration ersparen möchtest, kannst du gerne meine Kernel-Konfiguration für 2.6.27-rc5 benutzen.

Bilder

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, und ich habe gleich zwölf davon. Viel Spaß.